Afrika verbinden viele Investoren zunächst mit Armut und Massenflucht. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Konsequente Reformen in vielen Regionen Afrikas sorgen für attraktive Anlagechancen. Das Thema Afrika eignet sich zur antizyklischen Portfoliobeimischung, um von unerschlossenen Wachstumspotenzialen zu profitieren. China, Russland und Europa investieren alle in Afrika, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Die Vermögensverwaltung des Hamburger Tonn Family Offices nutzt seit über einem Jahr Investitionschancen in Afrika. Berücksichtigt werden vor allem Länder mit guten Reformfortschritten wie Ägypten, Marokko und Kenia, und insbesondere Nordafrika. Finanzwesen, Infrastruktur, Telekommunikation und Konsumgüter sind dabei die dominierenden Sektoren.

Der einst „vergessene Kontinent“ ist trotz aller Unwägbarkeiten im Aufwind. Afrika gilt nach Ostasien als die Region mit den weltweit höchsten Wachstumsraten. Die Länder Afrikas sind sehr unterschiedlich: Während sich beispielsweise Ägypten und Kenia in den letzten Jahren positiv entwickelt haben, herrschen nach wie vor enorme Probleme in Staaten wie Somalia, Simbabwe oder Sudan. Afrika kämpft mit vielen enormen Herausforderungen, die sicherlich nicht über Nacht gelöst werden können.

Doch die Rahmenbedingungen beginnen sich positiv zu verändern. Zahlreiche afrikanische Regierungen haben ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Staaten ständig durch realisierte Reformen strukturell verbessert. Inzwischen zählt Afrika über 1,2 Milliarden Einwohner – Tendenz sehr stark steigend – und verfügt über eine sehr junge Bevölkerung.

Die Mittelschicht wächst rasant. Boom-Länder wie Ägypten, Kenia, Marokko oder auch Äthiopien machen Hoffnung. Vorbildfunktion hat Ägypten. Mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds wurden im Jahr 2016 eine Reihe von Reformen umgesetzt. Der ägyptische Leitindex EGX 30 legte in diesem Jahr 76 % zu. Auch Kenia mit 45 Millionen Einwohnern gilt als ein Land mit enormen Potenzial, 43 % der Bevölkerung ist unter 14 Jahre alt. Damit gehört die größte Volkswirtschaft Ostafrikas zu den jüngsten Gesellschaften der Welt.

Gleichzeitig hat sich der Anteil der Mittelschicht in Kenia im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Ein interessantes Feld für Investoren: Bisher tut sich vor allem China mit Infrastrukturprojekten für die Erschließung von Rohstoffen hervor. China, selbst bis Ende der 1970er Jahre noch ein Armenhaus, investiert mit seinen Staatskonzernen massiv in Afrika. Teile des Kontinents sind auch Bestandteil von Chinas geostrategischem Masterplan „Neue Seidenstraße“ (siehe Tonn Investments Magazin Ausgabe Mai 2018).

Russland sieht Afrika vor allem als Absatzmarkt für Atomkraft und Militärtechnik. Zugleich sucht Russland hier Verbündete für die UN-Vollversammlung, da rund ein Viertel der UN-Mitgliedsländer afrikanisch sind.

Doch auch die Europäer werden sich mehr engagieren. Aus reinem Eigeninteresse ist Europa an einem stabileren und wirtschaftlich erfolgreicheren Kontinent interessiert. Fehlt Millionen von Afrikanern die Perspektive, wird Europa immer stärker mit Immigrationsproblemen konfrontiert.

Daher soll sich ein neues Förderinstitut mit dem vorläufigen Namen „Europäische Entwicklungsbank“ in Nordafrika engagieren. Es gehe darum, „die Aktivitäten insbesondere in Nordafrika und auf dem Balkan zu verdoppeln“, so das neue Institut. „Ziel ist es, dafür einen hohen zweistelligen Milliardenbetrag zu mobilisieren“. Statt afrikanische Länder als Almosenempfänger zu betrachten, will man sie nun zu funktionierenden Wirtschaftsstandorten ausbauen. Dies ist aufgrund des starken Bevölkerungswachstums und der Migrationswelle unbedingt erforderlich. „Das Wohl Afrikas liegt im deutschen Interesse“, sagte Kanzlerin Merkel.

Auch deutsche Unternehmen machen aktuell mit Investitionen in Afrika Schlagzeilen: Die Hamburger Großreederei Hapag-Lloyd hat kürzlich ein neues Büro in Ghana eröffnet. Für Hapag-Lloyd entwickelt sich Afrika gerade stark. Westafrika hat in den vergangenen zwei Jahren ein signifikantes Wachstum verzeichnet: Das Bruttoinlandsprodukt stieg um durchschnittlich rund 6 %.

Der Allianz-Konzern stieg jüngst als größter Aktionär bei dem größten afrikanischen Rückversicherer ein. Zudem investiert der DAX-Konzern einen dreistelligen Millionenbetrag in einen afrikanischen Infrastrukturfonds. Dies ist eine weitere Transaktion im Rahmen der Afrika-Anlagestrategie des Versicherungsriesen. Die Investition schafft laut Allianz attraktive Renditen für ihre Versicherungskunden. Der afrikanische Kontinent biete langfristige Wachstumsaussichten, die von Faktoren wie einer günstigen demographischen Entwicklung, einer expandierenden Mittelklasse und Urbanisierung angetrieben werden. „Wir glauben an das Wachstumspotenzial Afrikas und werden über unterschiedliche Anlageklassen hinweg auf dem Kontinent investieren“, so die Allianz.

Die Vermögensverwaltung des Tonn Family Offices in Hamburg beschäftigt sich mit dem Thema „Afrika“ aus zweierlei Sicht: Zum einen aus Rendite- und Diversifizierungsgründen, zum anderen aufgrund von „Global Drift“ - Themen mit „Sprengkraft“, wie z. B. Massenmigration.

Stand 6/2018

 

 

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