Elektroautos sind international politisch gewollt, vor allem aus Klimaschutzgründen. Die Zukunft von Deutschlands Schlüsselbranche hängt an den alternativen Antrieben und der voranschreitenden Digitalisierung. Die deutsche Autoindustrie hinkt auf beiden Feldern hinterher. Nun startet sie mit milliardenschweren Subventionen ins Zeitalter der Elektromobilität und investiert selbst auch hohe zweistellige Milliardenbeträge.

Bundesregierung und Autoindustrie haben ein milliardenschweres Förderprogramm aufgelegt. Damit soll die Umstellung auf Strom als Autoantrieb der Zukunft gelingen. Mit rund vier Milliarden Euro Kaufprämien sollen in den nächsten Jahren bis zu 700.000 neue Elektroautos gefördert werden. Die Hälfte der Summe wollen die Autokonzerne aufbringen. Hinzu kommen 3,5 Milliarden Euro von der Bundesregierung für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur, auch hier will sich die Autoindustrie beteiligen.

Um die immer schärfer werdenden Emissionsvorgaben der EU zu erfüllen, müssen die Autohersteller ab 2021 im großen Stil alternative Antriebe einsetzen. 2019 lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der deutschen Neuwagen durchschnittlich bei knapp 120 Gramm pro Kilometer. Ab 2020 müssen die Neuwagen zu 95 Prozent einen Durchschnittswert von 95 Gramm je Kilometer aufweisen. Ab 2021 gilt dies für alle Neuwagen. Wer gegen diese Vorgaben verstößt muss mit hohen Strafzahlungen rechnen. Ohne große Mengen von Elektroautos lassen sich Sanktionen wohl nicht vermeiden.

Vorreiter China
Zudem lohnt ein Blick nach China: Dort setzt der Staat voll auf Elektromobilität, da China keine Expertise bei Verbrennungsmotoren hat und Elektroautos technisch wesentlich einfacher sind. Auch bei Digitalisierung und künstlicher Intelligenz ist China ein Vorreiter, ebenso wie amerikanische IT-Unternehmen, die das automatisierte Fahren bis hin zum autonomen Fahren mit Hochdruck vorantreiben. Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche macht auch vor Auto, Mobilität und Verkehr nicht halt.

Projekte deutscher Autohersteller
Der Volkswagen-Konzern will allein rund 44 Milliarden bis zum Jahr 2023 in neue Technologien investieren. Er hat seit dem Frühjahr in Hamburg autonomes Fahren im fließenden Straßenverkehr getestet. Das autonome Fahren ist eines von 70 Projekten, mit denen sich Hamburg als Veranstalter auf den ITS-Weltkongress für intelligente Verkehrssysteme in knapp zwei Jahren vorbereitet.

Im November 2019 stellte VW eine positive Zwischenbilanz der Tests in Hamburg vor: In einem komplizierten Testumfeld mit unberechenbaren Fußgängern und falsch parkenden Autos habe das Forscher-Team viele Erkenntnisse gesammelt. Die speziell mit Hightech ausgerüsteten Elektro-Golfs seien bereits in der Lage, das Verkehrsgeschehen für rund zehn Sekunden vorauszuberechnen. Ohne Unfälle hätten die Fahrzeuge etwa 2.000 Kilometer absolviert. Dafür sorgten jeweils elf Laser, sieben Radarsensoren, 14 Kameras, Ultraschall, und im Kofferraum die Rechenleistung von 15 Laptops, die pro Minute bis zu fünf Gigabyte Daten austauschen.

VW will erste selbstfahrende Serienfahrzeuge ab dem Jahr 2025 ausliefern, zunächst an Spediteure und Fahrdienstleister wie Moia, weil dort Strecken besser planbar seien. Kurz darauf könnte die Technik auch für Privatkunden zur Verfügung stehen.

Die Google-Tochter Waymo hat mit ihren Autos bereits Daten von zehn Millionen autonom gefahrenen und sieben Milliarden simulierten Meilen gesammelt. Auf vielen Ebenen wächst der Druck der Konkurrenz aus Asien und den USA. Die deutsche Autoindustrie muss eine rasante Aufholjagd starten.

Große Chancen für Kapitalanleger
Für Kapitalanleger birgt der Umbruch der globalen Automobilindustrie und der Mobilität große Chancen. Diese liegen allerdings weniger bei den klassischen Autokonzernen, sondern bei bestimmten Zulieferern, Dienstleistern und Technologiefirmen, welche die Mobilität von morgen maßgeblich gestalten.

Die New Mobility-Anlagestrategie der Vermögensverwaltung des Tonn Family Offices ist für Privatanleger ab 100.000 Euro verfügbar.

 

Strategie im Überblick

Die New Mobility-Anlagestrategie kann weltweit sowohl in „Blue Chips“ als auch kleinere Werte mit hohem Renditepotenzial rund um „Intelligente Mobilität“ und „Elektromobilität“ investieren. Im Fokus stehen weniger Automobilwerte, sondern eher Zulieferer, Dienstleister, Elektronik- und IT-Unternehmen.

Stand 12/2019

 

 

 

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