Die neue Seidenstraße verändert die Welt. Mit rund 900 Milliarden Dollar ist es das größte Investitionsprogramm überhaupt: Fast 1.000 Infrastrukturprojekte in Asien, Europa und Afrika gehören zu Chinas Seidenstraßenstrategie. 1,5 Milliarden der aktuell 7,5 Milliarden Menschen werden an die moderne Welt angeschlossen. Unmengen von Rohstoffen und Schiffstransporten werden vor allem in der langjährigen Bauphase benötigt. Chinas Investitionen in Europa und Afrika zeigen, wohin die Reise gehen soll.

Es ist ein Mythos: Die historische Seidenstraße zwischen China und dem Mittelmeerraum war einer der berühmtesten Handelswege der Welt. Händler brachten vor allem Seide und Gewürze nach Europa und umgekehrt Glas, Edelsteine und Edelmetalle nach Asien.

Heute will China die legendäre Seidenstraße neu beleben und in neue Dimensionen führen. Die Initiative „One Belt, One Road“ soll China über mehrere Land- und Seeverbindungen besser mit Europa und Afrika verbinden. Damit verschafft sich die Volksrepublik einen effizienteren Zugang zu den Weltmärkten. 

Ein gigantisches Netzwerk aus Schnellstraßen, Hochgeschwindigkeitsbahntrassen, Häfen, Flughäfen, Kraftwerken und Pipelines entsteht zwischen Asien und Europa und Teilen Afrikas. Teilweise werden in diesem Zusammenhang auch neue Städte und Industriezonen aus dem Boden gestampft.

Aber die neue Seidenstraße bewirkt noch viel mehr. Hier wird das Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft der kommenden Generationen geschaffen, so der Chefanalyst Folker Hellmeyer: „Wir reden nicht nur vom Primäreffekt des Aufbaus, sondern von Sekundär- und Tertiäreffekten auf lange Dauer durch Hebung des Humankapitals dank der Infrastrukturanbindung. 1,5 Milliarden der aktuell 7,5 Milliarden Menschen werden durch die neue Seidenstraße eine stärkere Rolle in der Weltwirtschaft spielen können.“

China verfolgt einen geostrategischen Masterplan: Es baut seinen Einfluss weiter aus und sichert sich auch Großaufträge in den durch die Seidenstraßenstrategie verbundenen Ländern. Aufträge, die Chinas Staatsbanken zugleich mitfinanzieren und dabei auch finanzielle Abhängigkeiten schaffen. 

Insgesamt gibt es sechs Korridore, an denen sich bis zu 60 Staaten beteiligen können. Dabei sollen zwei Hauptrouten entstehen:

  • Der nördliche Landweg "Silk Road Economic Belt" ist die Route von China über Zentralasien, Iran, Türkei und Russland nach Zentral- und Westeuropa.
  • Der südliche Seeweg "Maritime Silk Route“ soll den Seehandel ausdehnen. Hierfür erfolgen umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen, die Südostasien mit dem Mittleren Osten, Ostafrika und Europa verbinden.

Strategische Investitionen in Infrastrukturanlagen wie z. B. Häfen ist ein wesentlicher Teil von Chinas Seidenstraßenprojekt. Der größte griechische Hafen Piräus gehört inzwischen mehrheitlich der chinesischen Staatsreederei Cosco. Auch in Nordeuropa hat die Großreederei Cosco Fuß gefasst und ein Containerterminal im belgischen Seebrügge übernommen. Cosco hält außerdem bereits Beteiligungen an den Häfen von Valencia und Bilbao in Spanien, Vado in Italien und weiteren europäischen Häfen. 

Darüber hinaus finanziert und baut China Häfen in Asien und Afrika, beispielsweise in Sri Lanka, Burma, Pakistan und Dschibuti. Weitere sind In Planung. Dabei bauen die Chinesen am liebsten nicht nur den Hafen, sondern auch gleich Wohnsiedlungen, Kraftwerke, Industrieanlagen etc.

Das gigantische, kontinentübergreifende Infrastrukturprogramm kann nachhaltige Auswirkungen auf den Rohstoffsektor entfalten, da riesige Rohstoffmengen benötigt, transportiert und verbaut werden. Chinas neue Seidenstraße kann dadurch einen neuen Rohstoff-Boom befeuern.

 

Strategie im Überblick

Die Rohstoff-Strategie kann an den großen Trends bei Edelmetallen, Rohstoffen und Energie partizipieren. Rohstoff- und Minenaktien zeigen als zyklische Anlagen aktuell extrem tiefe Bewertungen. Einige Rohstoffunternehmen bieten die lukrativsten Bewertungen der letzten Dekade und stehen vor einer möglichen Vervielfachung ihres Wertes. Aus bis zu 25 Aktientiteln entsteht ein gut diversifiziertes Portfolio, das sowohl Global Player und Blue Chips als auch kleinere Werte mit außerordentlichem Potenzial enthalten kann.

Stand: 04/2018

 

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